Lichtkarz

Die Lichtkarz – ein alter Weilimdorfer Brauch

Lichtkarz in der Heimatstube

Lichtkarz in der Heimatstube

Bis um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde von den jungen Mädchen Weilimdorf ein Brauch gepflegt, den nun der Weilimdorfer Heimatkreis wieder aufleben läßt. Damals trafen sich in der Zeit vom 11. November, dem Martini-Tag bis 02. Februar, Maria Lichtmeß die jungen Mädchen in einer „Lichtstube“, um dort gemeinsam zu spinnen und andere Handarbeiten für ihre Aussteuer zu betreiben. Diese Lichtstube konnte man an der ausgehängten brennenden Lampe erkennen. Gastgeber waren meist verwitwete Frauen, die dafür von der Obrigkeit eine besondere Erlaubnis erhielten.

Besucht wurden diese Abende nicht nur von den Mädchen, sondern auch von den nahen und entfernteren Verwandten und auch den jungen Burschen, die Kienspane schnitzen, Strohseile machten oder auch Weidenkörbe flochten. Begleitet wurden diese Arbeiten durch Lieder und Erzählungen.

Erika Porten, Weilimdorf 30. Oktober 2007

Ein Gedanke zu „Lichtkarz

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