Denkmalschutz

Initiativgruppe Stadtgeschichte Denkmalschutz-Resolution

Stuttgart im Fadenkreuz - steht symbolisch für die "Initiativgruppe Stadtgeschichte"

Stuttgart im Fadenkreuz – steht symbolisch für die „Initiativgruppe Stadtgeschichte“

Stuttgart (07.12.2010) – Am 13.11.2010 hat der „5. Tag der Stadtgeschichte“ nach einer lebhaften Diskussion im Max-Bense-Saal im Wilhelms-Palais folgende, an die Stadt Stuttgart gerichtete Resolution beschlossen:

„Die hier versammelten Teilnehmer des „5. Tages der Stadtgeschichte“ fordern die Landeshauptstadt Stuttgart auf, die bis vor kurzem im Internet verfügbaren Denkmallisten dort wieder einzustellen. Auch nach einer Erläuterung der Gründe für ihre Entfernung halten wir an unserer Überzeugung fest, dass die Verfügbarkeit der Denkmallisten unsere stadtgeschichtliche Arbeit und das Interesse der Bürger am Denkmalschutz fördert, aber auch – wie die Denkmalpflege selbst – im öffentlichen Interesse ist. Eine Verletzung des Datenschutzes können wir nicht erkennen, da mit den Informationen zum Denkmal keine personenbezogene Daten zum Eigentümer verbunden sind. Wenn die Obere Denkmalschutzbehörde, das Wirtschaftsministerium, weiterhin keine Bedenken gegen eine Veröffentlichung der Denkmälerlisten hat, dann erscheint uns die Sorge der Stadtverwaltung in Hinsicht auf den Datenschutz unbegründet.

Des Weiteren regen wir an, dass die Landeshauptstadt Stuttgart die Aufgabe anpackt, eine Denkmaltopographie der Landeshauptstadt zu erarbeiten. Wir betrachten ein derartiges Projekt auch für Stuttgart wichtig; es wäre ein wichtiges Werkzeug, um die Kenntnis über die geschichtliche Entwicklung und die bewahrenswerten Kulturdenkmale unserer Stadt und ihrer Stadtteile zu fördern. Das gute Vorbild anderer baden-württembergischer Städte wie Pforzheim, Staufen, Ludwigsburg, Heilbronn und Esslingen, die sich bereits in Denkmaltopographien präsentiert haben, sollte hier Ansporn sein.“

Eine Stuttgarter Denkmaltopographie würde sich einfügen in die Reihe der „Denkmaltopographien in der Bundesrepublik Deutschland“, die schon vor rd. 30 Jahren von der KMK empfohlen wurde, und insbesondere in die vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart herausgegebene Reihe „Denkmaltopographie Baden-Württemberg“.Wir wären Ihnen für eine wohlwollende Behandlung unserer Anliegen dankbar und werden dieses Schreiben auch den Fraktionen des Gemeinderats und der Presse zugehen lassen.

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