Wir laden ein zur SONDERAUSSTELLUNG „WACHSSTÖCKE“ im ALTEN RATHAUS im EG. Telefonisch können Termine vereinbart werden unter Mobil 0152 38602726 oder edel [dot] john [at] t-online [dot] de.
Bereits im Rechtsbuch „Sachsenspiegel“ aus dem 13. Jahrhundert wurde Lichtmess auch als „Zahl- und Ziehtag“ für Dienstboten festgelegt.
Das war also der Tag, an dem Dienstverhältnisse von beiden Seiten aufgelöst oder neu vereinbart wurden. Die Dienstboten durften oder mussten zu neuen Arbeitgebern weiterziehen und erhielten ihren Jahreslohn (und manchmal auch 3 Tage Urlaub!).
Überreichte ihnen der Dienstherr zu Lichtmess eine Kerze, so bedeutet das, dass sie ein weiteres Jahr bleiben durften.
Mägde erhielten oft als Dankeschön ein sogenanntes „Wachsstöckl“.
Das sind zu verschiedenen Formen gebogene Wachsschnüre, die als einfaches Beleuchtungsmittel dienten. Sie hatten den Vorteil, dass man sie ohne Kerzenständer verwenden und aufgrund ihrer Größe leicht überall hin mitnehmen konnte.
Besonders schön verzierte Wachsstöcke gehörten auch zur Ausstattung einer Braut oder wurden von Paten an ihre Firmlinge verschenkt. Diese an Lichtmess besonders geweihten Schätze wurden natürlich nicht angezündet, sondern wie ein Heiligtum aufbewahrt.
Bis Ende Februar 2026 kann man sich zu dieser Sonderausstellung anmelden.