Wand im Alten Rathaus schluckt nun Schall

Wand im Alten Rathaus schluckt jetzt Schall

(RED) Wenn im Alten Rathaus von Weilimdorf geschwätzt wird, soll man es auch verstehen – also das „Schwäbisch“. Genau dafür ist im Erdgeschoss des sanierten Gebäudes nun gesorgt.

Beim 44. Treffen der „Schwäbisch Schwätzer“ am 10. Oktober 2026 wurde die neu gestaltete Wand erstmals im Rahmen des Treffens gewürdigt. Zugleich blickten die Schwätzer auf vier Jahre zurück, seit die Bürgerinnen und Bürger das sanierte Alte Rathaus wieder nutzen können.

Foto (v.l.n.r ): Helga Haller und Rose Blanz von der Chorvereinigung, Raumaustatterin Jordi Evelyn Augenstein, Thomas Raith und seine Schwester Ellen Raith-Kraak vom Tennisverein und Edeltraud John vom Heimatkreis.

Zu diesem besonderen Nachmittag waren Gäste eingeladen, die an der Verbesserung der Raumakustik und dem historischen Wandschmuck im Erdgeschoss mitgewirkt hatten. Die Idee dazu stammt vom Vorstand des Weilimdorfer Heimatkreises. Er wollte zwei Dinge verbinden: den Hall in dem Raum dämpfen und eine Wand zugleich mit Weilimdorfer Geschichte schmücken.

Realisiert wurde das Vorhaben mit drei Bausteinen: Den Mittelpunkt bildet die prächtige doppelseitige Fahne der Chorvereinigung von 1945, ein Stück gelebter Vereinsgeschichte. Hinzu kamen zwei ausgediente Dämmplatten des Feuerbacher Tennisclubs, die hier eine neue Aufgabe fanden. Für die künstlerische Gestaltung sorgte die erfahrene Meisterin Jordi Augenstein, die aus den Einzelteilen ein stimmiges Ganzes schuf.

Dass die Lösung wirkt, zeigte sich noch am selben Nachmittag. Der Dämmeffekt war im Raum deutlich zu registrieren, Gespräche und Beiträge waren spürbar besser zu verstehen, sowohl in Schwäbisch – wie auch in Hochdeutsch. Der neue Wandschmuck wurde von den Anwesenden freundlich begrüßt. Für alle Beteiligten gab es verdienten Applaus.

Die „Schwäbisch Schwätzer“ treffen sich seit der Wiedereröffnung des Alten Rathauses für die Bürgerschaft regelmäßig in dem Haus. Mit dem 44. Treffen ist zugleich ein weiteres Stück Weilimdorfer Gemeinschaftsarbeit sichtbar geworden: Aus Vereinsfahne, gebrauchtem Material und handwerklichem Können entstand eine Lösung, die dem Ort ein Stück Geschichte und zugleich eine bessere Akustik gibt.

Dieser Artikel ist weilimdorf.de entnommen

Gerne teilen Sie diese Infos in Ihren Sozialen Medien: