Auch Kleindenkmale sind schützenswert!

Entfernung einiger historischer Grenzsteine und deren widerrechtlicher Nutzung als Material für den Bau eines Hindernisparcours.

Entfernung einiger historischer Grenzsteine und deren widerrechtlicher Nutzung als Material für den Bau eines Hindernisparcours.

Mehr Achtung vor den Zeugen der Vergangenheit fordert der Vorsitzende des Weilimdorfer Heimatkreises, Eberhard Keller, angesichts der Entfernung einiger historischer Grenzsteine und deren widerrechtlicher Nutzung als Material für den Bau eines Hindernisparcours. „Die Zerstörung der historischen Grenzmarken geschah ohne Not und wahrscheinlich aus Unwissenheit um deren Denkmalscharakter. Dennoch macht die mangelnde Sensibilität gegenüber den Zeugen der Vergangenheit sprachlos“, so Keller.

Entfernung einiger historischer Grenzsteine und deren widerrechtlicher Nutzung als Material für den Bau eines Hindernisparcours.

Entfernung einiger historischer Grenzsteine und deren widerrechtlicher Nutzung als Material für den Bau eines Hindernisparcours.

Er ruft alle Betroffenen und Beteiligten dazu auf, das Ihre zur Rettung der historischen Grenzzeichen beizutragen: „Das Beste wäre das Wiederaufstellen der Steine an ihrem ursprünglichen Standort, da Denkmale soweit möglich in ihrem historischen Kontext erhalten bleiben sollten.“ Keller könnte sich vorstellen, dass in einer gemeinsamen Aktion von Grundstückseigentümern, Heimatkreis und hoffentlich auch einiger Freizeitsportler die Steine wieder aufgestellt, bzw. soweit dies nicht möglich sein sollte, gesichert und für eine eventuell spätere Präsentation eingelagert werden. Den Waldeigentümern als Besitzer der Grenzsteine käme hierbei eine besondere Verantwortung zu.

Grenzsteinfrevel im Gewann Möglinger, Stellerain: u.a. wurden die Grenzesteine "302" und "304" zerstört.

Grenzsteinfrevel im Gewann Möglinger, Stellerain: u.a. wurden die Grenzesteine „302“ und „304“ zerstört.

Eberhard Keller bedankte sich in diesem Kontext auch bei Siegfried Erb, der mit einer Gruppe schier unermüdlicher Helfer die historischen Grenzsteine in Weilimdorf erfasst hat. Auf Grund dieser Arbeit war es möglich, die ausgegrabenen und an einen anderen Ort verbrachten Grenzsteine zweifelsfrei identifizieren und ihren ursprünglichen Standorten zuordnen zu können. Dieses Beispiel sieht er als Appell an alle, auch unscheinbare Zeugen aus der Geschichte zu achten und sich um deren Erhalt zu bemühen, um sie für die Nachwelt zu erhalten.

Wer mehr über Grenzsteine und Kleindenkmale in Weilimdorf erfahren möchte, kann dies in der derzeit laufenden Ausstellung in der Weilimdorfer Heimatstube im Alten Pfarrhaus, Ditzinger Str. 7, die noch bis 14. Januar jeden Samstag von 15 bis 17 Uhr geöffnet ist. Zum Thema ist auch ein Weilimdorfer Heimatblatt erschienen, das in er Heimatstube, beim Bürgerservice Weilimdorf sowie in ausgewählten Geschäften des Einzelhandels erhältlich ist.